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Frankreich – Korsika mit dem Fahrrad

Es war einmal… der Wunsch aus eigener Kraft grosse Distanzen zu überwinden und dabei gegen Wind und Wetter zu kämpfen. So habe ich im Jahr 2010 – nach langer Suche im Internet – mich entschlossen, ein Tourenfahrrad zu kaufen und dieses voll auszurüsten. Dabei habe ich mich für die Marke Velotraum entschieden. Warum? Die Rahmen dieser Fahrräder sind für Maximalgewichte von bis zu 180 Kilogramm ausgelegt. Alle Komponenten am Rad überzeugen zum Gebrauch von langen, harten Einsätzen. Nach dem Kauf des Velotraum beim Velokurierladen in Bern, stand die Frage im Raum – wohin? Mich hat die Geschichte der Korsen schon beim Lesen als Kind in Form des Comics “Asterix auf Korsika” fasziniert. So plante ich dann also eine Testtour in Frankreich – Korsika mit dem Fahrrad zu befahren.

Frankreich – Korsika mit dem Fahrrad

Damit ich die Tour auf Korsika zügig angehen konnte, fuhr ich mit dem Zug von Zürich über Mailand nach Genua und von da mit der Fähre nach Korsika.  Mit der Ankunft in Bastia und dem Ausstieg aus der Fähre konnte das Abenteuer “Frankreich – Korsika mit dem Fahrrad” starten. Mit der Qual der Wahl, welche Richtung ich einschlagen soll, folgte ich meinem Bauchgefühl Richtung Norden. Und so radelte ich los – raus aus der Stadt Bastia. Kaum hatte ich die Stadt hinter mir gelassen, steig mir ein Duft in die Nase, den ich bis heute nicht vergessen habe. Der Duft der Macchia. Eine Komposition aus verschiedenen Kräutern wie Myrte, Rosmarin, Wacholder oder Ginster plus die frische Seeluft. Und da ich Ende Mai Anfang Juni auf der Insel war, ist der Duft der blühenden Pflanzen besonders intensiv.

Windböe, Sturz, Fuss verstaucht

Da ich das erste mal auf Korsika war wusste ich nichts von den Wetter- und Windbedingungen von der Insel. Klar habe ich mich vorab informiert – doch liest man nichts von monströsen Windböen wenn man mit dem Fahrrad auf Passhöhe aus dem Windschatten des Berges radelt. Ich befand mich am zweiten Tag frisch fröhlich radelnd auf der Passhöhe im Nordwesten der Insel. Ich fuhr in einer Linkskurve aus dem Windschatten eines Berges und da erwischte mich dann unvorbereitet und mit voller Kraft eine Monster-Windböe. Die schlug mich vom Fahrrad und beim Absetzen meines rechten Fusses von der Pedale auf den Asphalt knickte ich ein – stechender Schmerz durchfuhr mein Knöchel. Super Sache – Fuss verstaucht. So habe ich also den Rest der Radtour auf Korsika mit 1 1/2 Beinen befahren. Von Null Meter über Meer auf Pässe von 1800 Meter über Meer. War aber fantastisch.

Spezialitäten auf Korsika

Wie bereits erwähnt, ist die Macchia etwas unvergleichliches und allgegenwärtig auf der ganzen Insel. Ich möchte jedem empfehlen, diese Insel zu besuchen und wenn, dann im Frühling wenn alles blüht, duftet und voll mit satten, kräftigen Farben ist.

Myre, Rosmarin und frische Kräuter der Macchia

Der Duft von Myre, Rosamarin liegt in der Luft.

Die Korsen sind ein sehr stolzes Volk. Sie sind keine Franzosen – sie sind Korsen. Und die Korsen lieben Delikatessen – besonders den Käse und Wurstwaren. Der Brocchiu ist der bekannteste korsische Käse. Üblicherweise wird er in den 2-3 Tagen nach seiner Herstellung verzerrt. Er kann  süss oder gesalzen, kalt oder warm genossen werden. In der Regel servieren ihn die Korsen nach dem Hauptgang mit einer Feigenmarmelade. Als Dessert ist er auch beliebt. Beim Frühstück hat sich auch die Tradition des Brocciu mit Pfeffer eingebürgert.

Besonders schmackhaft ist das magere Schweinefleisch von den halbwilden Schweinen (Obelix liebte diese halbwilden Hausschweine), die sich vorwiegend von Edelkastanien ernähren. Gelegentlich gibt es auch Wildschwein. Aus der Küche der Bergbauern stammen die nahrhaften Eintöpfe: der „Stufatu“ mit Lammfleisch, Zwiebeln, Nudeln und Käse.

Leider habe ich hierzu keine Fotos gemacht. Sollte der eine oder andere von euch aber nach Korsika reisen wollen, du findest die korsischen Spezialitäten auf der ganzen Insel.

Impressionen von Korsika

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