Wir vertrauen...

Endlich – die Reise startet

Nachdem nun die Stossdämpfer eingebaut sind, können wir nun in der Tat endlich losfahren. Wir fahren nach Illighausen und geben da noch meinen Volvo ab. Jetzt endlich – die Reise startet.

Endlich – die Reise startet

Am 1. August 2018 Morgens fahren wir über die Grenze bei Konstanz in Richtung Singen. Wir müssen noch beim Baumarkt vorbei und einen neu gekauften, schon ab Werk defekten, Ventilator austauschen. Dann weiter nach Eigeltingen und darüber hinaus in Richtung Ulm. Das ist jetzt genau das langweilige Gedöns den hier keiner lesen will. Darum will ich hier in eine andere Richtung schreiben.

Von der Arbeit und dem Alter

Ursprünglich war der Plan, dass wir unsere Honeymoon-Reise auf 4 Wochen auslegen. Plötzlich waren es dann zwei Monate und dann 6 Monate. Aktuell lassen wir das Ende offen. Ist so viel einfache und ist Psychohygiene – es nimmt den Druck weg. 🙂

Ich (Thomas) habe seit meiner Lehre mit Start 1984 immer 100% gearbeitet. Nebenher noch verschiedene Ausbildungen und Studien absolviert. Es ist also viel Lebenszeit auf Kosten von Beruf und Berufsentwicklung drauf gegangen. Versteht mich nicht falsch – Aus- und Weiterbildung ist enorm wichtig und stütze ich vollends. Glaubt man aber den Statistiken über die Lebensjahre so wird ein Mensch im Durchschnitt in der Schweiz rund 81 (männlich, 85 Jahre weiblich) Jahre alt. Heute zähle ich 50 Jahre. Hält man sich das Durchschnittsalter vor Augen und vergleicht dies mit meinen Lebensjahren, dann ist der Weg hinter mir länger als der Weg vor mir.

Mein Alters-Massstab

Meine Lebenslinie von der Geburt zum Heute 2018 bis zum statistischen Ende.

Zeitsklave oder nicht?

In der gesamten Arbeitszeit war ich immer der Meinung, dass der normale Angestellte nichts weiter ist als ein moderner Sklave – zwar besser bezahlt, dennoch weiterhin Peitschenhieben ausgesetzt. Der Unterschied zu den Peitschenhieben der Vergangenheit zur Gegenwart ist, dass heute nicht mehr mit Lederriemen, sondern verbal Hiebe verteilt werden. Unter Androhung von Strafen (schlechte Mitarbeiterqualifikation, Eintrag im Personaldossier, Kündigung) wird dem Arbeitnehmer Druck auferlegt, sodass er wie gewünscht sputet. Die Anforderungen und der Druck in der heutigen Arbeitswelt ist enorm und steigt stetig weiter an. Dieser Auswüchse werden von den Menschen verschieden aufgenommen und verarbeitet. Negative Konsequenzen zeigen sich durch verschiedene Krankheiten – wie zum Beispiel Depressionen, Angstzustände, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwächen etc. etc.

Beweggründe für einen neuen Lebensstil

Ich war grossem Druck während vieler Jahre ausgesetzt. Klar kann an dieser Stelle gesagt werden, jeder hat es selber in der Hand aus dieser Tretmühle auszubrechen und die Situation zu ändern. Viele sprechen auch davon. Auch ich habe viele Jahre nur davon gesprochen, dass sich was ändern muss. Sagen ist leichter als gemacht. Wie erwähnt … unter Androhung von Strafen und der Verhinderung dass ich Arbeitslos werde, habe ich mich immer wieder aufgerafft und das Beste aus der Situation gemacht. Doch geändert hat sich im Grunde nichts, eher nur zeitlich verschoben. Die Jahre zogen an mir vorüber, das Klagen über den Verlust der Lebensjahre ging weiter. Langsam machten sich körperliche Symptome breit. Da ich diese Symptome aus einer früheren Erfahrung bereits kannte, konnte ich frühzeitig die Notbremse ziehen. Ich brauchte demnach noch einen zweiten – wenn auch nur gestreift – Schuss vor den Bug damit mir klar wurde, in welcher Situation ich mich bereits wieder befinde.

Ziele zeigen den Weg

Warum habe ich es wieder soweit kommen lassen? Im Grunde ganz einfach. Es fehlte mir – wie den meisten – an einer klaren Vorstellung davon was ich ändern muss. Der erste grosse Schritt dabei war, dass ich mir ein Ziel gesetzt habe. Ein Ziel mit einem Zeithorizont. Auf dieses Ziel hin habe ich – mit grosser Unterstützung und enormer Geduld meiner geliebten Frau Claudia – gearbeitet. Und nachdem das Ziel und der Zeithorizont festgehalten waren, ging alles blitzschnell – im wahrsten Sinne des Wortes. Heute sitzen wir nun also in unserem Duro den wir liebevolle DuBu nennen und fahren damit durch Europa.

So – genug gequatscht. So sehen wir das Europa, welches wir bislang befahren haben. Die einzelnen Stationen des gefahrenen Weges findest du auch hier.

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