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Was wir vermissen von Südspanien

Lange hat es zu diesem Bericht gedauert. Kennt man die Hintergründe wird das auch klar. Wir mussten ziemlich schnell von Südspanien die Rückreise in die Schweiz antreten. Und dabei haben wir massig viel hinter uns lassen müssen, was wir gerne noch gesehen und gegessen hätten. Und darum vermissen wir Südspanien besonders.

Was wir vermissen von Südspanien

Ganz einfach – Andalusien vermissen wir – die Landschaft – sowohl die Küste wie auch das Hinterland. Die Menschen mit ihren lachenden und fröhlichen Gesichtern wie auch das feine, äusserst delikate Essen in Form von Tapas. Junge, Junge haben wir Tapas gegessen. Nein, Tapas in Andalusien schmecken besser als Tapas in San Sebastian oder in der Gegend um Barcelona. Warum? Weil es einfach andalusische Tapas sind – Punkt! Es braucht dazu keine rationelle Begründung – sie schmecken uns einfach – Punkt-um-und-Schluss. 🙂 

Der Eingang von El Caminito del Rey – ein Traum

Der Andalusier – ein fröhlich, freundliches Volk

Was uns enorm ins Auge gestochen ist – und auch nachdenklich gestimmt hat – die andalusischen Teenager sprechen noch persönlich miteinander. Ich meine, sie tippen nicht irgendwelche nichtssagenden Worte in ein Handy – sorry Smartphone – drücken auf „Senden“ und der ungeduldig wartende Empfänger tippt sogleich die ebenso nichtssagende Antwort in sein mobiles Telefongerät. Die andalusischen Teenager sprechen von Angesicht zu Angesicht – neudeutsch Face-to-Face – miteinander. Ein Phänomen meinst du? Nein, das ist echt und landauf landab wird das so praktiziert. Du denkst jetzt vielleicht Teenager machen das halt so? Nein, die machen das auch Generationen übergreifend! Alt spricht mit Jung, Jung hilft Alt, alle sitzen gemeinsam am Tisch und lachen, jaulen und johlen um die Wette. Der junge heranwachsende Schweizer könnte sich davon eine Scheibe abschneiden.

Vielleicht sind die Andalusier auch deshalb so zufrieden und fröhlich, weil sie noch Siesta halten. Von 14:00 bis 16:00 Uhr ist jedes Restaurant und jede Bar gefüllt mit Familien die sich zusammenfinden und gemeinsam zu Mittag essen. Das Büro kann währenddessen warten. Und dabei geht es meist laut zu und her. Väter kommen von der Arbeit und haben zwei Stunden Zeit sich mit der Familie und den Kindern auszutauschen, zu spielen, gegenwärtig zu sein. Schau dir mal die Zeitzwänge von Schweizer Familien im Vergleich dagegen an. Zeit- und Termindruck verhindern überhaupt einmal so etwas wie Siesta. Wobei nicht der Zeitmangel oder Termindruck die Ursache ist, sondern das möglichst Rendite optimierte Arbeiten – ja keine Zeit verlieren um ein Geschäft abzuschliessen, ein Projekt voranzutreiben, Tabellen und Präsentationen aufzubereiten. Armer, gehetzter, gestresster Schweizer. Ein anderes Wort wäre vielleicht Burnout-optimierter Schweizer.

Tapas – Vielfalt von Leckereien

Patatas Brava, Berenjenas, Calamari, Jamon, Tortilla, Asceitunas etc. etc… Der Vielfalt von Tapas sind keine Grenzen gesetzt. Regionale Unterschiede können sehr gross sein. Allen gemeinsam haben sie eines – sie schmecken unheimlich lecker. Für 3-4 Euro bestellt man in Andalusien ein Glas Bier oder Wein und bekommt dazu ein Tapa. So kann man für wenig Geld am Abend von Bar zu Bar gehen und sich so das Abendessen einverleiben. Den die Tapas sind keine kleinen Portionen. Nach 3-4 solcher Leckereien ist man satt.

Berenjenas mit Azucar da Cana – Ein Hochgenuss.

Andalusien – die Perle im Süden

Landschaftlich bietet Andalusien für jeden etwas. Da gibt es Meer soweit das Auge reicht. Feine Sandstrände gleich um die Ecke, schroffe Felsen die weit ins Meer ragen, Wälder aus Pinien und Korkeichen unter welchen friedlich die Stiere grasen, trockene Wüsten, Berge und Schnee. Der Abwechslungsreichtum dieser Provinz und das angenehme Klima verführt dazu, der Region das Prädikat Perle zu verleihen.

Fazit

Die Provinz Andalusien hat uns gefangen. Das sanfte Klima, das satte Grün im Hinterland, die freundlichen und fröhlichen Menschen, das gute Essen haben es uns sehr angetan und wir verabschieden uns zum ersten mal schweren Herzens von einem Fleckchen Erde. Wir wären gerne länger geblieben – wir kommen sehr sehr gerne wieder. Und wir vermissen Südspanien.

Unter den Impressionen finden sich auch Fotos vom nördlichen Teil Spaniens – konkreter vom Nordöstlichen Spanien. Da wir, wie zu Beginn erwähnt, sehr schnell in Richtung Schweiz zurückkehren mussten, finden sich nun auch ein paar Fotos von Katalonien wieder. Einen Bericht über diesen Teil Spaniens und den Südöstlichen Teil Frankreichs werden wir nicht schreiben. Wir hätten zwar eine Menge Bilder (rund 4700 Fotos) – aber zuwenig Worte um diese Region zu beschreiben. 🙂

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